Bonsai

Erfolgreich pflegen für Jedermann

von www.bonsai-versand.de

Der Unterschied zwischen Gartenbonsai und Zimmerbonsai

1. Zimmerbonsai- Zimmer Bonsai

Als Erstes muss man sehen woher, aus welcher Klimazone ein Bonsai kommt.

Für Zimmerbonsai, zur Pflege in Wohnräumen eignen sich aufgrund Ihrer Herkunft

nur Baumarten der Tropen, bzw. der Subtropen.

In den Tropen sind die Licht und Temperaturverhältnisse nahezu

immer konstant. Das bedeutet ganzjährig 12 Stunden Tag und 12 Stunden Nacht,

bei Temperaturen von meist über 30 Grad+ und einer Luftfeuchte von über 90 %.

Denken Sie dabei z.B. an die Feigenbäume wie Birkenfeigen und Chinafeigen usw.

Das sind die bekanntesten Baumarten aus diesem Bereich. Weitere sind Fukientee, Sageretie, China Ulme, China Liguster und Junischnee um nur die Bekanntesten zu nennen.

Diese Baumarten können sich nicht zu 100 % an unsere Wohnraumverhältnisse anpassen.

Vielmehr müssen wir die äußeren Umstände jeweils für diese Bonsai entsprechend zur Verfügung stellen.

Welche Bedingungen sollten für die Pflege eines Zimmer -Bonsai gegeben sein?

Licht!

Die meisten Voraussetzungen kann man bereits erfüllen wenn ein Fensterplatzzur Verfügung steht.

 Das ist das A und das O, Licht in ausreichender Menge!

Dabei sind Ost- und Westfenster am besten geeignet. Im Sommer kann ein Südfenster zu Verbrennung führen. Im Winter ist das Südfenster dann wieder die bessere Wahl, weil hier die beste Lichtausbeute zu erwarten ist.

Ein Nordfenster dürfte dagegen ganzjährig die schlechteste Wahl sein, weil hier immer Schatten vorherrscht.Daher ist auch ein Platz im Inneren des Wohnraums

nicht geeignet. Auch wenn Sie glauben da wäre es hell genug. Eben nur für Sie, nicht für Ihren Bonsai!

Im Sommer!

Diesen Text schreibe ich gerade an einem recht heißen Julitag.  Tropische Verhältnisse. Also so wie in der Heimat unseres Zimmer Bonsai.

Genial ! Wir können unserem Bonsai Frischluft gönnen wie es seine Artgenossen im Urwald auch ähnlich haben. Von da an, wo nicht mehr mit Nachtfrost zu rechnen ist

und bis dahin wo es nachts wieder kälter wird, meist von Mai bis Mitte September , können wir unsere Zimmer Bonsai auch draußen auf Balkon, Terrasse und Garten aufstellen. Dabei erholen sie sich meist von Pflegefehlern der restlichen Jahreszeit. Aber VORSICHT ! Die Blätter sind die hohe Lichteinstrahlung nicht sofort gewöhnt

und würden verbrennen. Daher sollen die Zimmer Bonsai erst mal ca. 3 Wochen draußen im Schatten stehen, um sich an die hohe UV-Strahlung zu gewöhnen.

Wärme!

Das wird wohl am einfachsten zu bewerkstelligen sein, man will ja nicht frieren. Die allermeisten Zimmer Bonsai vertragen Temperaturen um die 18 - 26 Grad+ und das passt ja zum menschlichen Temperatur–wohlfühl–spektrum.

Trockener Heizungsluft entgegnet man mit dem aufstellen oder aufhängen von Wasserbehältern an die Heizkörper. Das tut auch dem Menschen gut.

Wasser

Ohne ausreichende und angepasste Wassergaben kann keine Pflanze überleben.

Das Problem für die meisten Bonsai „ Einsteiger „ ist die richtige Menge heraus zu bekommen.Meist wird einfach pauschal alle paar Tage, oder nach einem gewissen Rhythmus gegossen. Das kann entweder zuviel, oder zu wenig sein.

Die Folge ist entweder Wurzelfäule, oder Exitus durch verdursten.

Richtig wäre aber jeden Tag die Erde an zu fassen und zu fühlen ob sie trocken ist.

Gegossen wird dann nur wenn die Erdoberfläche abgetrocknet ist.

Zum Gießen selbst kann man seinen Bonsai z.B. in einem Behälter tauchen, oder noch besser in der Badewanne/ Dusche abduschen. Dadurch wird auch gleich der Staub von Blättern abgewaschen.

Dünger!

Ohne Futter kann auch keiner überleben. Die Erde in so einer kleinen Bonsai Schale kann nicht für ewige Zeiten Nähstoffe zur Verfügung stellen. Deswegen wird in regelmäßigen Abständen nach gedüngt. Die Abstände richten sich nach den jeweiligen Düngern. Da gibt es verschiedene Flüssigdünger und welche in Brocken Form, z.B. Bio Gold. Man richtet sich nach den Angaben des jeweiligen Herstellers.

Wie steht es nun mit Gartenbonsai, Garten Bonsai?

Als Garten Bonsai werden Baumarten aus der meist „nördlich gemäßigten“ Klimazone bezeichnet. Das ist z.B. das Klima in Mittel- bis Nordeuropa.

Am bekanntesten sind natürlich japanische Baumarten, weil die Bonsaikunst aus Japan ( und natürlich China) kommt.

Das sind die Japanischen Ahorne und Kiefern um es kurz zu fassen. Selbstverständlich lassen sich alle kleinblättrigen Laubbäume und Nadelbäume dieser Klimazone zu Garten Bonsai gestalten.

Doch warum sind sie nicht für die Haltung in Wohnräumen geeignet?

Ganz einfach, sie werden vom Rhythmus der 4 Jahreszeiten gesteuert, den es in

unserer guten Stube nicht gibt.

Stellt man z.B. einen Ahorn, oder eine Kiefer in der Wohnung ans Fenster bekäme dieser Baum dennoch nicht genug Licht, Es reicht da ganz einfach nicht.

Er könnte im Winter auch nicht seine dringend benötigte Winterruhe einhalten, würde weiter wachsen bis alle Kräfte verbraucht sind, da hilft auch kein Dünger.

Denn im Winter gibt es keine ausreichende Photosynthese die den Dünger verwertbar machen könnte.

Also, es liegt daran, dass Bäume unserer Klimazone von Frühjahr, Sommer, Herbst und Winter gesteuert werden.

Genau wie ein Pinguin nicht in der Sahara leben könnte. Er braucht das Meer, weil darin seine Nahrung schwimmt.

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